Informationen des NABU Schwetzingen und Umgebung

Lebensader Oberrhein - Neues Video

Heute: Der Ameisenlöwe


7. Newsletter zum Hirschacker

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Newsletter Nr. 7
Newsletter Nr. 7 zum Projekt Lebensader Oberrhein
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Lebensader Oberrhein: Holzarbeiten im Hirschackerwald

NABU schafft Raum für die biologische Vielfalt

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Alte Handys helfen Natur retten

Mit dem Handy-Recycling wird das Havel-Projekt unterstützt.

Der NABU und die E-Plus-Gruppe arbeiten beim Thema Umweltschutz eng zusammen. Seit dem 1. Januar 2011 ist das Mobilfunkunternehmen Partner der Kampagne „Alte Handys für die Havel“. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU 2,10 Euro von der E-Plus-Gruppe. Das Geld fließt in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel. Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Mehr als 1.100 stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten kommen in der Unteren Havelniederung vor. Der NABU will den Fluss in den kommenden zwölf Jahren wieder naturnah gestalten und in der Region Naturparadiese schaffen.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Wir freuen uns, dass uns die E-Plus-Gruppe bei dieser Aktion unterstützt. Mit seinem alten und ausgedienten Handy kann jeder einen Beitrag für den Naturschutz an der Unteren Havel leisten. Wer Rohstoffe durch das Handyrecycling schonen und gleichzeitig etwas für den Naturschutz tun will, kann sein Altgerät bei einer NABU-Gruppe vor Ort abgeben.“

Nach Herstellerangaben befinden sich mehr als 110 Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten, Tendenz steigend. Diese Geräte enthalten wertvolle Rohstoffe. Wenn sie im Hausmüll landen, gefährden sie die Umwelt durch Schadstoffe. Ziel der Kampagne ist es, mehr Elektrogeräte dem Recycling zuzuführen, und möglichst viele Menschen dafür zu sensibilisieren, dass die Verwertung von Elektroschrott notwendig für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung ist.


Geben auch Sie Ihr altes Handy bei unser NABU Sammelstelle ab - Standort:

Denns  Biomarkt

Scheffelstraße 67

68723 Schwetzingen

Öffnungszeiten: MO- Sa  8 – 20 Uhr


Hirschacker und NABU

In der Tagespresse kursieren immer wieder Unwahrheiten, die ich als Vorsitzender einmal kommentieren möchte. Zum einen werden leider die inneren Strukturen des NABU völlig ausgeblendet und der NABU Schwetzingen mit dem NABU Landesverband oder der Eigentümerin des Hirschackers der Stiftung Nationales Naturerbe gleichgesetzt. Die lokale Gruppe des NABU Schwetzingen und Umgebung besteht nur aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die ausschließlich in ihrer Freizeit im Naturschutz arbeiten. Mit der momentanen Planung der Arbeiten im Hirschacker oder angrenzenden Wäldern sind wir daher schon aus Kapazitätsgründen nur als Beobachter befasst. Die in Leserbriefen oft gestellten Vorwürfe, dass "der NABU" den Wald vernichtet sind, schlicht unwahr. Zwar ist es richtig, dass die Stiftung Eigentümer der Flächen im Hischacker ist, auf denen die Maßnahmen laufen, jedoch unterliegen die rechtliche Planung und Entscheidung über die Durchführung beim amtlichen Naturschutz, der im Regierungspäsidium Karlsruhe angesiedelt ist. Das gilt im übrigen für alle Maßnahmen in Naturschutzgebieten und auch für die dort geltendenden Vorschriften, wie das Verbot Hunde im Naturschutzgebiet frei laufen zu lassen. Leider wollen dies manch unbelehrbare Zeitgenossen in ihren Leserbriefen und beim Antreffen im Gebiet nicht einsehen und beleidigen die dort ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter auf das heftigste und haben dann sogar noch die Stirn in Leserbriefen unsere Kollegen der Unhöflichkeit zu beschuldigen. Das macht mich doch schon sehr betroffen, dass es solche Zeitgenossen gibt. Ich glaube, dass sich niemand, der in seiner Freizeit für Naturschutz einsetzt und die Offentlichkeit informieren möchte, derart verunglimpfen und gar beschimpfen lassen muss. Das haben die Kollegen echt nicht verdient.


Torffrei gärtnern

NABU: Bundesweite Aktion für den Schutz der Moore

 Der NABU startet eine „Torffrei Gärtnern“-Aktion und ruft die Bevölkerung dazu auf, nur noch torffreie Erde und regionalen Kompost zu verwenden. Mehr als 100 Gemeinschaftsgarten-Projekte in ganz Deutschland machen bereits mit. Moore gehören zu den am stärksten gefährdetsten Ökosystemen Deutschlands. 95 Prozent der noch vor wenigen Jahrhunderten bestehenden Moorflächen wurden bereits entwässert und gelten als „tot“. Zehn Millionen Kubikmeter Torf werden allein in Deutschland jedes Jahr für den Gartenbau verbraucht. Zwei Drittel davon kommen im Erwerbsgartenbau zum Einsatz, der Rest bei Hobbygärtnern. So tragen viele oft unwissend dazu bei, dass unersetzliche Moorlandschaften verloren gehen. Nicht nur für die Artenvielfalt, auch für uns Menschen hat der Verlust von Mooren erhebliche Folgen. Moore speichern doppelt so viel CO2 wie alle Wälder weltweit zusammen. Zurzeit steigt auch in der Metropolregion Rhein-Neckar wieder die Nachfrage nach Blumenerde. Doch vielen Hobbygärtnern ist nicht bewusst, dass sich in den Plastiksäcken mit der Aufschrift „Erde“ größtenteils Torf befindet – der Stoff, aus dem Moore bestehen. „Durch die Torfnutzung entweichen in kurzer Zeit große Mengen klimaschädlicher Gase, was den Treibhauseffekt verstärkt – mit fatalen Folgen für Menschen, Natur und unser Klima“, warnt der NABU. „Dagegen wollen wir mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und andere Hobby-Gärtner ermuntern, unserem Beispiel zu folgen.“

 Mittlerweile ist im Handel nicht nur Blumenerde mit stark reduziertem Torfanteil erhältlich, alle namhaften Hersteller bieten auch komplett torffreie Produkte an. Aufpassen muss man bei der Aufschrift „Bioerde“, denn hier kann noch ein sehr großer Anteil Torf enthalten sein.

 

Kleingarten-Vereine und Gemeinschaftsgarten-Projekte, die ebenfalls an der Aktion teilnehmen möchten, melden sich gerne bei torffrei@NABU.de. Hinweise und Tipps finden Sie unter www.NABU.de/torffrei. Dort gibt es auch eine Deutschland-Karte, auf der alle Teilnehmer der Aktion verzeichnet sind und vorgestellt werden: www.NABU.de/torffrei-gaertnern

 


Wenn es beim Essen im Garten summt und schwirrt

NABU gibt Tipps im Umgang mit Wespen

Wer im Sommer im Garten oder auf dem Balkon die Sonne genießen und dabei eine Süßspeise essen möchte, wird meist nach kurzer Zeit von Wespen umschwirrt. Jetzt gilt es, nicht in Panik zu verfallen und Ruhe zu bewahren. „Wespen stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen“. Heftige Bewegungen sollten deshalb vermieden werden.

 

„Nur zwei unserer heimischen Wespenarten, die Deutsche und die Gemeine Wespe, stehen auf Süßspeisen sowie Fleisch und Wurst“. Dadurch haben aber auch die anderen Arten einen schlechten Ruf erlangt, sodass deren Nester häufig „vorsorglich“ entfernt werden. Insbesondere Hobbygärtner sollten allerdings bedenken, dass Wespen und Hornissen ihre Brut mit Insekten und deren Larven füttern und deshalb eine wichtige Rolle im Naturhaushalt spielen.

 

„Auch die Hautflügler haben immer mehr Probleme, geeignete Nistmöglichkeiten zu finden“. Wenn die Tiere Gebäude als Ersatzlebensraum nutzen sind jedoch oftmals Konflikte mit dem Menschen vorprogrammiert. Stiche von Bienen, Wespen und Hornissen lassen sich zwar nicht komplett vermeiden, aber es gibt einige Möglichkeiten, das Risiko eines Stichs zu verringern.

 

„Süße Speisen sollten im Freien immer abgedeckt und dort nicht über längere Zeit stehen gelassen werden“, Um die Tiere von sich selbst und dem Kuchen abzulenken, kann eine Schale mit etwas verdünntem Honig abseits vom gedeckten Gartentisch aufgestellt werden. Der süßliche Geruch des Honigs lenkt die Tiere ab.

 

Mehr Tipps im Umgang mit den Hautflüglern und anderen Tieren gibt es in der NABU-Broschüre „Trotz Zecke, Wespe, Fuchsbandwurm – Unbeschwert Natur genießen“. Sie kann für 3 Euro plus Versandkosten, im Paket mit einer Zeckenkarte für 5 Euro plus Versandkosten beim NABU bestellt werden: NABU Baden-Württemberg, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart, Tel. 0711-966 72 12 oder Service@NABU-BW.de.

 

Aufgrund des Schutzstatus von Hornissen und einigen Wespen ist die Entfernung und Umsiedlung nur Fachpersonen gestattet. Auskünfte über den nächsten Hornissen- und Wespenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises erteilt die untere Naturschutzbehörde in Sinsheim unter +49 7261 9466-5338. Dort können sich auch Interessenten für diese Aufgabe melden.

 


Heckenschnitt - Info des NABU

Bäume schneiden, Hecken stutzen NABU informiert: Wann darf man was?

Schwetzingen. Bäume und Gehölze dürfen nach dem Naturschutzgesetz zwischen dem 01. März und 30. September grundsätzlich nicht gefällt werden. Davon abweichend sind Form- und Pflegeschnitte erlaubt. Hecken und Gebüsche dürfen in dieser Zeit allerdings nicht komplett zurückgeschnitten werden. Sonderfälle sind die Baumschutzsatzungen, die es in vielen Städten gibt, so auch in Schwetzingen. Wer hinsichtlich der Rechtslage unsicher ist, fragt am besten bei der Stadtverwaltung nach.

 

Wolle man aber etwas für den Natur- und Artenschutz tun, solle man Heckenschere und Motorsäge in jedem Fall möglichst zurückhaltend einsetzen. Denn Bäume, Hecken und Gebüsche bieten vielen Tieren ein sicheres Zuhause.

 

Hat ein Baum zum Beispiel Höhlen, wohnen darin häufig Fledermäuse, Vögel oder andere Tiere. „Was viele nicht wissen: Einen etwa von Fledermäusen bewohnten Baum darf man zu keiner Jahreszeit einfach so fällen. Denn Fortpflanzungs- und Ruhestätten besonders geschützter Arten sind genau wie die Lebewesen selbst geschützt. Das heißt, dass zum Beispiel Baumhöhlen mit Fledermausquartieren nicht zerstört werden dürfen. Sollen Bäume mit solchen potenziellen Quartieren gefällt werden, müssen Fachleute vorher festgestellt haben, dass diese nicht bewohnt sind. Besonderes Augenmerk gilt auch Bäumen oder Hecken mit Vogelnestern. Denn alle europäischen Vogelarten zählen zu den besonders geschützten Arten. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, deren Fortpflanzungs- oder Ruhestätten aus der Natur zu entnehmen oder zu beschädigen. Deshalb sollte man bei der Hecken- und Baumpflege insbesondere auf Vogelnester achten und größte Vorsicht walten lassen.

 


Redaktion: Dr. Gerhard Stelz